Biāo-zhǐ - Selbstbehauptung durch Verteidigung
Jeder kennt Kampfkunstschulen, Selbstverteidigung, Kung Fu, etc. Jeder kennt Kampfsportvereine, Karate, Judo, etc.
Wo liegt der Unterschied? Eine Kampfkunstschule ist eine Einrichtung, in welcher kommerziell Selbstverteidigung gelehrt wird. Man bekommt ein System zur Verteidigung beigebracht, kann diverse Stufen und Graduierungen erreichen, es steht (zumeist) keine sportliche Vereinigung dahinter, die Wettkämpfe oder ähnliches austrägt. Man zahlt Beiträge und die Graduierungen, die Gelder fließen an den Lehrer / Meister. Der unterrichtete Stoff dient einzig und alleine der reinen Selbstverteidigung auf der Straße und vereinzelt vielleicht den ideellen Einstellungen des Lehrers oder Schülers. Aber warum dafür viel Geld nehmen oder zahlen? Ein Kampfsportverein ist meist als gemeinnütziger Verein innerhalb eines Verbandes strukturiert. Es geht hierbei nicht um Kommerz, sondern um die Sportart an sich. Das Mitglied zahlt Beiträge für die Leistung. Die Gelder kommen dem Verein zugute. Es soll bei den Idealvereinen keine Bereicherung einzelner Personen erfolgen. Die Lehre im Kampfsportverein ist vorrangig auf Wettkämpfe und weitere vereinsmäßige Veranstaltungen ausgelegt. Man bekommt Strukturen und Regeln gelehrt, die im ganzen Verband und sogar verbandsübergreifend gültig sind. Der Kampfsport soll im Regelfall nicht für den Straßenkampf genutzt werden, auch wenn die Selbstverteidigung hier natürlich ebenfalls geübt wird.
Und was ist nun Biao-zhi – Selbstbehauptung durch Verteidigung? Biao-zhi ist die Vereinigung dieser beiden oben genannten Kampfsport- und Kampfkunststrukturen. Wir lehren die reine Selbstverteidigung, stärken damit unser Auftreten in Gefahren- und Alltagssituationen. Wir wollen mit Wushu-Techniken unsere Selbstbehauptung im Leben stärken. Bei uns lernt man, sich in Kampfsituationen zur Wehr zu setzen, vor der eigentlichen Auseinandersetzung die Situation erkennen und vermeiden, sei es verbal oder nonverbal. Wir lernen keinen Kampfsport mit Regeln, wir lernen die Techniken, die man benötigt, um sich zu schützen.
Unser Unterricht entspricht also im Stoff einer Kampfkunstschule, nicht einem Sportverein. Bei uns zahlt man keine Gebühren an die Schule, sondern Mitgliedsbeiträge an den Verein. Die Gelder durch die Monatsbeiträge und die Zahlungen für spezielle Trainings kommen dem Verein zugute. Bei uns bereichert sich nicht der Schulleiter/ Vorstand/ Geschäftsführer. Jeder Betrag trägt dazu bei, dass der Verein „Biāo-zhǐ - Selbstbehauptung durch Verteidigung“ wächst – jeder Zahlbetrag ist ein Beitrag für die Gemeinschaft.
Aus diesem Grund sind wir ein Verein, eine nicht gewinnorientierte Vereinigung. Uns schwebt vor, mit den Einnahmen Veranstaltungen durchzuführen, die bestimmte Bereiche des Lebens fördern, wir möchten gerne Vorträge zur Notwehr generieren, oder andere Bereiche wie Selbstbehauptung, Selbstverteidigung, Notwehr, Selbstschutz, Kampfsport, Recht in Bezug auf Körperverletzung, Nötigung, Trainings in der Förderung des Selbstbewußtseins etc. ansprechen.
Wir wollen… … der/ dem Erwachsenen einen Ausgleich zum Alltag bieten, Power für die Seele liefern. … Kindern und Teenagern ein Angebot offerieren, mit Erwachsenen zweimal in der Woche zu trainieren und sich auszutauschen. Bei uns können Probleme vorgebracht werden, die sich auf den Schulalltag beziehen, auf den Freundeskreis oder die Familie. Wir vertreiben Langeweile und Faulheit sich zu bewegen durch ein Trainingsprogramm mixed by Kampfkunst, Selbstverteidigung, Sport, Fitness, und psychologischen Ansätzen für das gesunde Selbstbewusstsein.
Was zählt… Für manche zählen die Lerninhalte nur im Ganzen, es besteht kein gesteigertes Interesse an Prüfungen und Abzeichen, Gürteln, etc. Wir garantieren eine kontinuierliche Entwicklung der motorischen und „Kopfsache“- Eigenschaften unserer Kampfkunst fürs Leben, auch ohne dieses Leiterprinzip.
Wir lehren… … das Fahrstuhlprinzip: Es geht peu à peu aufwärts, ohne Stufen oder Sprossen nehmen zu müssen. Für das Prinzip der Biao-zhi – Selbstbehauptung durch Verteidigung benötigen unsere Mitglieder (du auch?) Gefühl, Ausdauer und Zeit. Das was wir wollen geht nicht in wenigen Wochen- das was wir wollen, dauert ein Leben lang – Ein ausgeglichenes Leben ohne Angst und Befürchtungen mit Leichtigkeit und Vertrauen.
Das System eines Vereins ohne System (bitte nicht falsch verstehen…) Für andere ist eine Prüfung vielleicht doch ein Ansporn, sich anzustrengen, beim Training intensiver mitzuwirken und aufzupassen. Für Kinder und Jugendliche ist der Erhalt einer Urkunde über die erbrachten Leistungen zum Beispiel ein Anreiz, sich einzubringen. Hierfür wollen wir ein kleines System einführen. Kein zwingendes System, sondern ein entsprechendes FSK- System (Freiwillige Selbst Kontrolle System). Diese Vorstellung eines Systems für einen Verein, der (siehe Seite 1 dieser Internetpräsenz) kein System mit Graduierungen führen will, befindet sich noch im Aufbau. In unserer langjährigen Erfahrung mit der Ausbildung und dem Training in Kampfkunst und Kampfsport können wir nicht darüber hinweg sehen, dass Kinder/ Jugendliche bis zu bestimmten Altern gerne geprüft und belohnt werden möchten und etwas haben wollen, das sie vorzeigen können; sie wollen die Ergebnisse Ihreres Trainings festgehalten wissen. Das FSK- System!
Für ALLE aber ist „Biao-zhi – Selbstbehauptung durch Verteidigung“ die willkommene Abwechslung zum Alltag – ein Raus aus Immer ins Jetzt. Wir bieten alles: Arten der Meditation, Entspannungsübungen, Fitnessübungen, Smalltalk, Sparring und bei Bedarf auch „Fights“ der besonderen Art, nämlich mit sich und seinem Körper selbst (Macht der Körper auch immer das, was der Kopf ihm sagt? Oder sagt der Kopf auch immer das, was der Körper machen soll? Oder denkt der Kopf vielleicht darüber nach, was der Körper gerade eben gemacht hat oder gleich am besten machen sollte?) oder bei Bedarf auch „man gegen man“ –
ALLES auf eigene Gefahr!
„Biao-zhi – Selbstbehauptung durch Verteidigung“ - Wir fühlen und reagieren auf das, was uns die Situation bringt. |