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Wing Tsun
Traditionell dienten sämtliche Kampfkünste ausschließlich der Selbstverteidigung. Heute verzeichnen viele Kampfsportarten eine Verschiebung der Prioritäten auf den sportlichen Wettkampf.
Wing Tsun zielt immer noch auf die effektive und schnelle Lösung realer Konfliktsituationen auf der Straße - denn die Ausübung körperlicher Gewalt ist in vielen Bereichen immer wieder ein alltägliches Problem.
Wing Tsun wurde vor 300 Jahren von einer Shaolin-Nonne entwickelt. Ihr Ziel war es, auch körperlich schwächeren Menschen die Verteidigung gegen stärkere Angreifer zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht die Verteidigungsfähigkeit in allen Lebenslagen. Egal ob im Fahrstuhl oder im Parkhaus. Sie wehren sich auf eine weltweit einzigartige Art und Weise: Sobald sie mit dem Angreifer Kontakt haben, kämpfen sie reflexartig und intuitiv.
Wer diese Fähigkeit erwirbt, hat die beruhigende Gewissheit einer bestmöglichen Vorbereitung für potentielle Bedrohungssituationen.
Escrima
Escrima ist ein philippinisches Selbstverteidigungssystem, bei dem vor allem Stöcke und scharfe Klingen verwendet werden.
Als im Jahr 1521 die Philippinen unter spanische Herrschaft kamen, verboten die Besatzer den Einwohnern das Erlernen des Escrima, um sie ihrem Willen widerstandslos unterjochen zu können.
Escrima wurde dann zu einer Geheimkunst, die nur im Verborgenen geübt und als Tanz getarnt wurde. Heute geht es im Escrima-Training darum, verschiedene Aspekte des Kampfes zu behandeln: Waffenkampf mit Machete, Stock oder Messer, Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer und die waffenlose Umsetzung der Kampftechniken.
Durch die Sicherheit im Umgang mit den unterschiedlichsten Waffen lassen sich die Techniken auch auf Dinge des täglichen Gebrauchs übertragen. Selbst ein Regenschirm oder sogar Kugelschreiber können wirkungsvoll zur Verteidigung eingesetzt werden. |